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Donnerstag 03 März 2022
Russische Machete
Russische Machete,

im Grunde war es ein verschenkter erster freier Tag: Das erste Lauftraining? Zu kalt, keine Lust. Ab in die Schwimmoper? Ach nein, heute nicht. Sich um Personalausweis, digitales Impfzertifikat oder eine neue Brille kümmern? Muss nicht direkt am ersten Tag sein. Endlich die Materialien für das Rennrad bestellen? Zu aufwändig, ob heute oder am Wochenende macht den Kohl nicht fett. Somit habe ich direkt am Morgen einen ersten Film auf Sky gesehen und danach auf dem Sofa geschlafen. Nach dem Mittagessen gab es den zweiten Film und 3(!!!) Stunden Sofaschlaf. Ich denke, in den ersten Tagen ist es vor allem wichtig, sich auszuruhen und die Batterien aufzuladen. Die 3 Stunden mögen auch der russischen Machete geschuldet sein (nein, ich plane nicht in den Ukraine-Krieg einzugreifen ): Den Wodka habe ich beim zweiten Film probiert. Obwohl ich normalerweise kein Freund von purem Wodka bin, hat der extrem gut geschmeckt!

Falls jemand aus Blomberg den Blog verfolgt (das falls kann man streichen, denn ich weiß dank Matomo wer die Seiten besucht): Habt Ihr richtig gut eingekauft! Am Abend habe ich mal wieder mit mir gekämpft: Ab in den Folterkeller oder nicht? Na gut, wie so oft habe ich den Hintern hoch bekommen und habe mich auf das S17 bequemt. Ich bin wieder durch die Niederlande gefahren, eine wunderbare Strecke durch Frankreich und zum Abschluss die noch fehlenden Kilometer in Mannheim. In Summe waren es 71km in 2:11h. Ach ja, ganz faul war ich doch nicht: Bei der Sturmserie vor ca. 14 Tagen hatte der große Sonnenschirm auf der Terrasse gelitten. Wir hatten schon die Befürchtung, dass unser Schirm einen finalen Schaden erlitten haben könnte. Aber ich konnte alles reparieren und der Schirm steht wieder wie eine deutsche Eiche . Morgen muss ich endlich die ersten Aufgaben auf meiner Bucket-Liste abarbeiten.

Urlaub ist schön,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Donnerstag 03. März 2022 - 22:34:18
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Mittwoch 02 März 2022
Schwänisch
Schwänisch,

vor geraumer Zeit habe ich Dänisch gelernt und bin irgendwann angefangen auch noch Schwedisch zu lernen. Seitdem bin ich oft maximal verwirrt und kann bei skandinavischen Brocken nicht mehr erkennen, welche Sprache es ist. Wie komme ich darauf?! Wie bekannt hatte ich heute meinen letzten Arbeitstag und eine sehr geschätzte Beraterin hat sich von mir in einer Mail mit einem dänischen Servus verabschiedet. Ich habe vor der Mail gesessen: Ist es dänisch oder schwedisch? Daher habe ich beschlossen eine neue Sprache einzuführen, das Beste aus beiden Welten: Schwänisch . Der Arbeitstag war merkwürdig, melancholisch sowie wehmütig. Wie habe ich in meinem letzten Gruß geschrieben: 4 Jahre sind kein Pappenstiel und man lässt auch etwas zurück. Ein letztes Mal Currywurst Rot/Weiß in der Kantine, ein letztes Mal der gute Kaffee (den man selber bezahlen muss), ein letztes Mal über den Campus und durch die Gebäude gehen. Auf der Rückfahrt habe ich eine Art von Tradition fortgesetzt: Vor 4 Jahren nach dem zweiten Vorstellungsgespräch habe ich ein paar Kilometer nach Blomberg angehalten und eine geraucht, das habe ich heute auch gemacht.

Ab jetzt bin ich ein Ex-Mitarbeiter, ich kann MDG, Business Partner und das Projekt aus meinem Gedächtnis löschen. Als Abschiedsgeschenk habe ich u.a. eine Flasche russischen Wodka erhalten. Wie passend steht auf der Verpackung: Russische Machete . Ich werde mir den Wodka morgen zu Gemüte führen, frei nach dem Motto: Ein Hoch auf die Ukraine, runter mit Russland . Wie geplant habe ich kurz nach 14 Uhr den finalen Feierabend eingeläutet und war Punkt 15 Uhr zu Hause. Wir haben die Flasche Bohemia-Sekt (15 Jahre alt! Habe ich damals bei der Prüfung einer Oetker-Tochter in Tschechien erhalten) aus dem Kühlschrank geholt und genossen, war sehr sehr lecker. Danach war ich sofareif, 2 Stunden Tiefschlaf. Es war ein harter Kampf mit mir selbst: Folterkeller oder nicht?!? Kurz vor 19 Uhr habe ich mich doch bequemt und bin auf dem E60 gefahren: Zunächst durch das Allgäu, anstrengend weil hügelig. Danach noch eine flachere Etappe durch die Niederlande. In Summe waren es 69km in 1:58h, der sportliche Einstieg in vier freie Wochen ist gelungen.

Vielleicht geht es morgen zum ersten Schwimmtraining,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Mittwoch 02. März 2022 - 21:57:14
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Dienstag 01 März 2022
Letzte Stunden
Letzte Stunden,

die letzten Tage und Stunden in einer Firma sind eine merkwürdige Zeit: Man versucht ernsthaft noch alles abzuarbeiten und zu einem Ende zu bringen, was allerdings (meine Erfahrung in fast 30 Jahren...) von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. So auch in meinem Fall, ich habe noch ein paar Leichen im Keller . Diese werde ich morgen vor Ort in Blomberg beichten, das muss halt jemand anderes beenden. Wie sagte mal ein Ex-Chef zu mir: Es ist einfacher um Vergebung als um Erlaubnis zu bitten. Ich kann es nicht ändern, ich bin seit einigen Monaten absolut überlastet und habe die erste Priorität auf mein Projekt gelegt. Was mich allerdings überrascht und gefreut hat: Wie viele Kollegen sich bei mir gemeldet haben und teilweise vor allem wer. Alle waren sich einig: Man bedauert meinen Weggang und wünscht mir alles Gute. Schön, ich kann also nicht alles falsch gemacht haben . Der Plan für morgen: Ich werde ein letztes Mal beruflich mit dem VW-Elch in den Kreis Lippe fahren, gegen 7:30 Uhr meinen letzten Arbeitstag beginnen und mich gegen 14 Uhr verabschieden.

Der Sekt ist im Kühlschrank bereits kalt gestellt . Nach morgen werde ich den Kreis Lippe nur noch mit dem Rennrad befahren. Nach Osten zieht mich in diesen Zeiten nichts mehr. Damit bin ich bei der Ukraine: Der Widerstand ist weiterhin enorm, aber der Kreml pumpt immer mehr Soldaten und Material in das Land (ein Konvoi von 65km Länge!!). Auch werden immer härtere Waffen eingesetzt (Vakuumkanone). Anders als von Russland dargestellt werden Zivilisten nicht verschont. Russischer Blödsinn, Bilder sowie Berichte zeigen die Wahrheit. Dann noch der obskure Auftritt von Lawrow in Genf. Einer einzigen Aussage von ihm kann man zustimmen: Einen Atomkrieg kann keiner gewinnen. Zum Abschluss bin ich beim Kellersport: Schöne Tour in Frankreich, noch schönere Tour um den Lago del Salto östlich von Rom und zum Abschluss durch das leicht verschneite Kyoto. In Summe waren es leicht lockere 76km in 2:11h auf dem E60. Morgen Abend werde ich meine Tätigkeiten in den kommenden 4 Wochen planen, so lange habe ich nämlich frei.

Leider wird viel Zeit in die Beobachtung des Krieges fließen,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Dienstag 01. März 2022 - 22:30:36
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Montag 28 Februar 2022
Symbolische Akte
Symbolische Akte,

die Solidarität mit der Ukraine und das Ausmaß der Sanktionen sind wirklich enorm. Viel ist symbolisch zu sehen, aber dennoch: Das fängt an mit Demonstrationen wie in Köln mit 250.000(!) Menschen, geht weiter mit Applaus und Plakaten für einen ukrainischen Fußballspieler in Portugal (der sichtbar mit Tränen kämpft), Angebote für Flüchtlinge bis hin zum Sport. Endlich bewegen sich auch träge Tanker wie IOC oder FIFA, beide schließen Russland aus. Was denn auch sonst?!? Soll etwa Friede, Freude, Eierkuchen beim Sport herrschen, während im Krieg viele Menschen sterben? Der Widerstand in der Ukraine ist weiterhin groß, der Vormarsch der Russen ist leider nicht gestoppt, geht aber erheblich langsamer vonstatten als geplant. Dazu passt auch diese peinliche Lobhudelei: Voreiliger Jubelkommentar. Der Plan war wohl: Man marschiert mal eben ein und 3 Tage später ist die Ukraine locker unterworfen. Aber die Ukrainer kämpfen mit Herzblut für ihr Land, es ist halt nicht Russland. Auch wenn jemand das nicht akzeptieren will.

Übrigens habe ich den Urlaub auf Malle im März zu den Akten gelegt: Erstens finde ich es unpassend, auf der Insel Urlaub zu feiern, während gut 1.000km entfernt Menschen um ihr Leben kämpfen. Zweitens besteht das reale Risiko, dass der Krieg eskaliert und auch Europa in einen Strudel reißt. Ich möchte dann nicht auf einer spanischen Insel festhängen. Wusstet Ihr, dass die ukrainische Grenze von Berlin aus näher ist als Freiburg im Breisgau? Das verdeutlicht, wie nahe der Kriegsschauplatz ist. Ich habe meinen Hintern zum Glück in die Höhe bekommen und Sport im Folterkeller betrieben. Das Spinning Bike S17 kam zum Einsatz und zunächst habe ich Intervalle trainiert: Kein Radvideo, sondern abwechselnd jeweils eine Minute mit geringer und hoher Intensität treten. War ziemlich anstrengend, sollte ich öfter machen. Danach ging es noch auf eine herrliche Radtour durch eine schöne Landschaft nördlich von New York. Den Abschluss bildete eine sehr kurze Tour in Spanien, mir fehlten noch rund 15 Minuten. Denn in Summe waren es 65km in 2:09h. Dazu noch 50 Züge mit der großen Hantel, die Schultern spannen .

Morgen steht der vorletzte Arbeitstag beim aktuellen Arbeitgeber an, ich werde wehmütig,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Montag 28. Februar 2022 - 22:24:15
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Sonntag 27 Februar 2022
Schlafmonster
Schlafmonster,

ich habe ein echt merkwürdiges Wochenende hinter mir: Direkt nach dem gestrigen Blog bin ich wie ein gefällter Baum auf das Sofa gesunken und direkt eingeschlafen. Keine Ahnung, was mit mir los ist. Vielleicht lag es an dem Bernsteinweizen, das bin ich nicht mehr gewohnt . Auf jeden Fall habe ich bis kurz vor 8!! Uhr auf dem Sofa geschlafen und war anschließend weiterhin wie erschlagen. Wenn ich wenigstens gesoffen hätte, dann wüsste ich warum... An Kellersport war auf jeden Fall nicht zu denken, ich habe es mir weiterhin auf dem Sofa gemütlich gemacht und Filme auf Sky gesehen. Am Nachmittag habe ich erneut etliche Stunden auf dem Sofa geschlafen, ich muss etwas ausbrüten. Anders kann ich mir das nicht erklären. Dabei war das Wetter herrlich und ich hätte durchaus mit dem Gedanken an eine Rennradtour spielen können. Es wäre zwar kalt gewesen, aber viel Sonne und kaum Wind. Auf jeden Fall ein Hinweis der Natur, dass ich langsam mit der Wartung und Pflege vom Rennrad in die Puschen kommen muss.

Immerhin habe ich es geschafft den VW-Elch zu tanken. Die Preise werden garantiert in den nächsten Tagen und Wochen nach oben schnellen. Da ich immer noch mit der Tankfüllung aus Swinemünde durch die Gegend fahre (was relativ ist, ich komme auf keine 100km(!) Fahrleistung seit November), war entsprechend wenig Diesel im Elchtank. Bei einem Literpreis von 1,659€ macht das Tanken aber wenig Spaß, ich kann mich nicht erinnern, einen meiner Diesel mal für 85€ aufgetankt zu haben... Morgen fangen meine Abschiedstage in der Firma an, am Mittwoch werde ich meine Sachen abgeben und gegen 14 Uhr ein Ex-Mitarbeiter sein. Noch ein komisches Gefühl, speziell in diesen kriegerischen Zeiten. Man weiß nicht, was die Zukunft bringt, wie geht es weiter, wie sind die Auswirkungen vom Krieg, weitet der sich gar aus und alles bricht zusammen? War es eine kluge Entscheidung mit der Kündigung und dem Wechsel? In der Ukraine toben anscheinend heftige Kämpfe und die Russen kommen nicht voran, wie geplant. Wie war der Spruch eines Ukrainers zu einem russischen Soldaten? Wir sind doch Brüder!

Dem ist nichts hinzuzufügen,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Sonntag 27. Februar 2022 - 22:07:56
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Samstag 26 Februar 2022
Ukraine und dann?
Ukraine und dann?

Es ist für mich immer noch ein Schock und schwer zu erfassen: Der Angriff auf die Ukraine! Das Land scheint sich enorm zu wehren sowie tapfer zu verteidigen, Kiew z.B. ist weiterhin in ukrainischer Hand. Aus meiner Sicht können nur noch totale (auch wenn man als Deutscher das Wort eher nicht verwenden sollte) Sanktionen helfen, Russland muss vollständig und umfassend isoliert werden. Auch Waffenlieferungen in die Ukraine unterstütze ich. Es muss alles, wirklich alles, unternommen werden, um der Ukraine zu helfen. Swift darf nur der 1. Anfang sein. Putin versteht nur harte Antworten, alles andere bestärkt ihn nur. Wobei wir im Westen eh nur Weicheier aus seiner Sicht sind. Man kann von der Marktwirtschaft und Demokratie nach Art des Westens halten, was man will, aber meiner Meinung nach hat sich das Gesellschaftsmodell als das bisher erfolgreichste erwiesen. Was Putin in Russland macht, kann auf Dauer nicht erfolgreich sein und ist eher eine Sackgasse. Was einen persönlich betroffen macht: Wie geht es weiter, was folgt als nächstes, wie soll es für Putin nach der Ukraine weitergehen?

Kommen wir zum Kellersport: Trotzdem kein smarter Wecker mich aus dem Schlaf geholt hat, bin ich gegen 6:30 Uhr aus dem Bett gefallen. Eben das grüne Blättchen lesen, ein paar Kaffee trinken, und vor 8 Uhr war ich im Keller. Zunächst ging es durch die USA, Solidarnosc!!! Aber es waren schöne Radtouren durch das amerikanische Nirgendwo. Anschließend eine kurze Strecke in Frankreich, abgeschlossen wurde der Kellertag in Polen, erneut aus Solidarität. In Summe waren es 4 Radtouren mit 115km in 3:23h. Negativ: Ich habe mir mit der völligst nassen Radhose in der dritten Stunde mal wieder alles aufgescheuert, was an Gesäß, Beinen und Bauch möglich ist. Gladbach hat zu Hause leider nur 2:2 gegen Wolfsburg gespielt, man kommt einfach nicht von der Stelle und bleibt im Tabellenkeller. Eine Siegesserie wäre sooo notwendig! Übrigens bin ich mal wieder auf dem Sofa eingeschlafen, gegen 16 Uhr fielen die Augen zu und wurden erst nach(!) 20 Uhr wieder wach. Die 29 freien Tage ab Donnerstag werden wie gerufen kommen. Irgendwie bin ich am Ende.

Morgen geht es dennoch brav in den Keller, ein paar Stunden auf dem E60 müssen sein,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Samstag 26. Februar 2022 - 22:03:40
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Freitag 25 Februar 2022
Tapferes Ukraine
Tapferes Ukraine,

anscheinend gehen die Vorstöße der Russen nicht in der Geschwindigkeit vonstatten, wie Putin sich das vorgestellt hat. Auch wenn es wohl nur eine Frage der Zeit ist (Wochen? Oder Monate?), bis die hoffnungslos unterlegenen Ukrainer verloren haben werden. Auch wenn man solche Zahlen mit Vorsicht betrachten muss, sind die gemeldeten Verluste der Russen beeindruckend. Dazu passt auch, dass aus Moskau erste gemäßigte Töne kommen. Beeindruckend finde ich auch die Vielzahl von Protesten in Russland selbst, dazu gehört ein enormer Mut angesichts der Repressalien russischer Polizei. Ich denke, die russische Bevölkerung steht nicht hinter dem Krieg. Richtig finde ich es, Putin sowie Lawrow mit persönlichen Sanktionen von Seiten der EU zu belegen. Diese Kriegstreiber und Verarscher der Welt müssen persönliche Konsequenzen spüren. Irgendwo habe ich gelesen, dass Putin ein Vermögen von ca. 200 Milliarden Dollar haben soll. Wenn das nur annähernd wahr ist, wird nicht nur die Welt verkohlt, sondern ebenso die russische Bevölkerung. Letztendlich gibt es für mich nur einen Schluss: Nicht die Regierung der Ukraine muss weg, sondern die von Russland. Wenn ich Joe Biden wäre, würde ich alle Optionen prüfen...

Übrigens unterstützt China wohl die russische Invasion. Für mich kann es nur einen Schluss geben: Raus aus China, nicht mehr die verlängerte Werkbank der Welt. Kommen wir zu meinem Sport: Nach einem für einen Freitag typischen zeitigen Feierabend ging es erst auf das Sofa und anschließend in den Folterkeller. Parallel zu dem SCP-Spiel habe ich auf dem E60 gesessen und bin eine herrliche Tour in Kielce gefahren. Die Stadt ist nicht weit von der Ukraine entfernt und das schnürt einem schon hart den Hals zu. Nach Polen ging es auf eine kürzere Tour südlich von Nürnberg. In Summe waren es 80km in 2:21h, ordentlich für einen Freitag. Wie geschrieben habe ich nebenbei das Heimspiel vom SCP gegen Aue gesehen. Ich hatte einen klaren Heimsieg erwartet!!! Was passiert?!? Das Schlusslicht der Liga führt den SCP in der eigenen Arena vor und liegt bis zur 89.(!) Minute mit 3:1 vorne. Irgendwie hat Paderborn in wenigen Minuten noch den Ausgleich geschafft. Aber als Fan wird es langsam zu hart: Meine Lieblingskicker spielen ganz gut, aber die Erfolge und Punkte fehlen. Wenn man nicht aufpasst, rutscht man noch in den Tabellenkeller ab.

Das erste Wochenende im Zeichen des Kriegs hat begonnen ,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Freitag 25. Februar 2022 - 22:50:33
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Donnerstag 24 Februar 2022
Schockstarre
Schockstarre,

es war absolut damit zu rechnen und mir war seit Montag klar, dass Putin die Ukraine angreifen würde. Aber als es heute morgen tatsächlich zum Angriff kam, war ich dennoch schockiert... Ich habe es allerdings erst realisiert, als ich die Abstürze an der Börse gesehen habe. Dabei sagte die Frau des Hauses um 7:30 Uhr noch zu mir: Willst du nicht lieber auch noch tanken? Ich hatte sie im dem Moment nicht verstanden, weil ich von nichts wusste. Was mich dennoch überrascht hat: Ein Angriff, eine Invasion des ganzen Landes, nicht nur der abtrünnigen 2 Republiken. Wieso, warum, was treibt Putin um? Für irre halte ich ihn nicht, das ist Kalkül, aber welcher Natur? Ich hätte nur mit einem Angriff im Osten gerechnet, um die pro-russischen Rebellen zu unterstützen. Putin will anscheinend die gesamte Ukraine einverleiben. Warum war es mir klar? Putin hat die Spirale jeden Tag ein Stück weiter gedreht: Montag Anerkennung der beiden Republiken in dem damaligen besetzten Umfang, Dienstag die gesamten Republiken, Mittwoch Hasstiraden gegen die Ukraine und auch den Westen, krude juristische und historische Begründungen, Donnerstag Vollzug.

Mit sind im Nachhinein zwei Dinge klar geworden: Joe Biden wusste letzte Woche tatsächlich den geplanten Angriffstag. Da man einem Ami nicht Recht geben darf, war die Planung über den Haufen geworfen und man musste umdisponieren. Am Montag die obskure Sitzung des russischen Sicherheitsrates(!) im TV(!). Warum war der Geheimdienstchef derartig nervös? Weil er die gesamte Wahrheit bereits wusste, er wusste, welche Stufen in den kommenden Tagen folgen. Der heutige Tag markiert eine Zeitenwende, die Zukunft wird anders sein als alles noch bis gestern. Was/wer folgt als nächstes, wen will Putin nach der Ukraine angreifen? Immer weiter nach Westen, die baltischen Staaten zurück in den russischen Schoss?!? Die Welt kann, soll und muss darauf mit drastischen Sanktionen antworten, wie es die noch nie gegeben hat. Russland muss komplett auf allen Gebieten isoliert werden. Es fällt schwer jetzt vom Kellersport zu schreiben. Aber ich bin brav kurz nach 18 Uhr nach unten gegangen und bin auf dem S17 in Italien sowie den USA gefahren. Zunächst über 50km in Richtung Comer See, danach eine Insel in der Bucht von San Francisco. In Summe waren es 78km in 2:10h. Dazu noch 50 Züge mit der großen Hantel.

In diesen Zeiten muss man schließlich fit sein ,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Donnerstag 24. Februar 2022 - 22:11:25
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Mittwoch 23 Februar 2022
Klonkönig
Klonkönig,

im zweiten Versuch hat auch die byteweise Kopie der temporären SD-Karte geklappt. Obwohl ich den ersten Versuch auf die gleiche Art und Weise gemacht hatte, konnte ich den Cubietruck anschließend nicht neu booten. Was habe ich gemacht: Zunächst habe ich mit fdisk die dritte Partition gelöscht (das ist die mit dem eigentlichen Linux-System). Die brauche ich nicht, weil vom dem Bootloader in der zweiten Partition von der Festplatte geladen wird. Somit habe ich 2 Partitionen auf der SD-Karte mit den technischen Parametern: Sektorgröße 512, der letzte verwendete Sektor ist 3328000. Um auch die Daten vor der ersten Partition zu kopieren (enthält Sachen wie MBR, Partitionstabelle oder auch Grub) lautet der magische Befehl: dd if=/dev/mmcblk0 of=sd_backup bs=512 count=3328000 status=progress, wobei mmcblk0 das Device für die SD-Karte ist (ggf. in anderen Systemen anzupassen). Danach die SD-Karte entfernen und die zweite einschieben, den dd-Befehl führt man in umgekehrter Reihenfolge aus: "if=sd_backup of=/dev/mmcblk0" Das allergrößte Problem war, dass die zweite SD-Karte vom Cubie nicht mehr erkannt wurde. Also habe ich das Backup auf einen Nano-Duo geschoben und die Karte dort beschrieben.

Die letzte Nacht war aufgrund der Cubie-Aktionen sehr kurz, ich habe nur ~4,5 Stunden geschlafen. Mir war völlig klar, was die Konsequenzen tagsüber sein werden: Pünktlicher Feierabend und 2 Stunden Sofaschlaf. Anschließend war ich wieder völlig fit und überaus zufrieden mit mir über den Kernel-Erfolg. Somit ging es nach dem Abendessen schnurstracks in den Folterkeller. Ich habe auf 3 Radtouren 3 Länder besucht: Start in Spanien, südlich von Barcelona, Schottland westlich von Edinburgh sowie Frankreich an der Loire entlang. In Summe waren es schöne 74km in 2:07h. Die letzten Tage im Job sind komisch, mir kommt es irreal vor, dass ich in genau einer Woche hier sitze und alles ist vorbei. Ein paar Sachen (und vor allem Kollegen) werde ich schon vermissen, natürlich war und ist nicht alles schlecht. Man zweifelt auch ein wenig an sich, ist der Schritt richtig, wie ergeht es mir im neuen Job in der neuen Firma? Togal, das wird jetzt durchgezogen. Richtig schön werden zumindest die 4 freien Wochen werden.

Ich muss mich unbedingt um Triathlon-Training sowie Pflege meines Vitus-Rennrades kümmern. Die Zeit der IT-Projekte muss vorbei sein,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Mittwoch 23. Februar 2022 - 22:45:10
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Dienstag 22 Februar 2022
Kernel-Erfolg
Kernel-Erfolg,

ich habe es tatsächlich geschafft: Mein Cubietruck rennt mit einem Linux-Kernel 5.16.10!!! Wie bin ich vorgegangen: Ich habe mir ein Fedora-Image auf eine weitere SD-Karte gezogen (arm-image-installer mit Option Cubietruck). Danach habe ich mir die Partitionen auf der SD-Karte angesehen: Die 1. Partition muss irgendwas für Raspberry Pi's sein, auf der 2. Partition lag das mich interessierende Bootpaket für den Cubie und die 3. Partition enthielt das eigentliche Linux (bin, Libraries, Home-Verzeichnisse usw.). Den Bootloader auf der 2. Partition habe ich mir anschließend angeschaut, um den neuen Ansatz zu verstehen. Nun wird mit grub2 gearbeitet und in einer Konfig-Datei wird auf die 3. Partition verwiesen. Den Verweis habe ich geändert auf die Partition der angeschlossenen Harddisk. Außerdem habe ich die Module auf die Platte kopiert. Mutig ist der RaBo-Mann und ich habe einfach gebootet: Sofortiger Erfolg, ich hatte 5.14.20 auf dem Cubietruck!! Allerdings war SELinux aktiv geschaltet und neuere Kernel scheinen das zu unterstützen.

Fazit: Einige für mich wichtige Services wie ssh, dovecot oder fetchmail haben nicht mehr funktioniert, weil die Programme notwendige Rechte nicht erhielten. Speziell ssh war dämlich, kein Zugriff auf ein Headless-Geräte. Kann man machen, ist aber eher blöde . Zum Glück klappte der Remote-Desktop . Ich habe SELinux deaktiviert, neu gebootet und alles, aber auch wirklich alles hat funktioniert. Anschließend habe ich noch händisch (vi ist mein Freund) das Upgrade auf 5.16.10 vollgezogen, indem ich die Bootpartition komplett manuell konfiguriert habe, wieder erfolgreich. Aktuell mache ich mit dd eine Kopie von der vorübergehenden SD-Karte auf die alte. Wenn das auch klappt (inkl. Booten), bin ich durch. Das spätere Aufstehen sowie lange Arbeiten waren erfolgreich, ich habe nur eine halbe Stunde auf dem Sofa gepennt. Anschließend bin ich nach großem Widerstand doch noch in den Folterkeller gegangen und bin mehr als 70km in 2:09h auf dem S17 gefahren. Es ging auf 2 Touren durch Belgien. War schön, vor allem anstrengend, und zudem habe ich genau 50 Stöße mit der großen Hantel gemacht. Ein erfolgreicher Sporttag!

Ab morgen kann ich herunter zählen: Keine Woche mehr bis zum letzten Arbeitstag,
Ralf
Druckerfreundlich

Ralf am Dienstag 22. Februar 2022 - 22:30:26
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